AutoForm Engineering GmbH, der führende Anbieter von Softwarelösungen für Blechumform- und Rohbauprozesse, stellt seine neueste Softwareversion AutoForm Assembly R26 vor. Diese Version bietet eine Reihe neuer Möglichkeiten und Erweiterungen für die Rohbauprozesskette. Mit AutoForm Assembly R26 erhalten Anwender tiefere Einblicke in den Rohbauprozess, können alternative Bauteil- und Rohbauprozessdesigns schnell bewerten, die Ursachen von Maßabweichungen gezielt identifizieren, wirksame Gegenmaßnahmen umsetzen und Probleme im Rohbauprozess bereits vor Produktionsbeginn beheben.
AutoForm Assembly R26 führt ein neues Lichtbogenschweißmodell für die Simulation von MIG/MAG-Schweißprozessen ein. Im Vergleich zum Laserschweißen erzeugt das MIG/MAG-Schweißen einen höheren Wärmeeintrag, der zu einer größeren Wärmeeinflusszone und stärkeren thermischen Verformungen führt und die Maßgenauigkeit erheblich beeinflussen kann. Auf Basis wesentlicher Prozessparameter ermittelt die Software automatisch den effektiven Wärmeeintrag sowie die daraus resultierenden thermischen Belastungen und ermöglicht so eine realitätsnahe Vorhersage schweißbedingter Maßabweichungen. Diese neue Möglichkeit bietet tiefere Einblicke in die Auswirkungen des Schweißens auf das Maßverhalten, unterstützt die optimierte Auslegung von Fügeprozessen und hilft Ingenieuren, bereits in frühen Entwicklungsphasen fundierte Entscheidungen zu treffen.
Diese Softwareversion unterstützt die effiziente Nutzung gescannter Unterbaugruppen. In vielen Fällen müssen Anwender Rohbauprozesse auslegen, die Unterbaugruppen als Komponenten enthalten. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem zu entwickelnden Prozess, während die Unterbaugruppen als Eingangsgrößen betrachtet werden. In späteren Entwicklungsphasen, sobald Prototypen dieser Unterbaugruppen verfügbar sind, können Anwender die Maßgenauigkeit verbessern, indem sie deren gemessene Geometrie in den Rohbauprozess einbeziehen. Mit AutoForm Assembly R26 lassen sich Messdaten von Unterbaugruppen direkt in die Simulation integrieren, wodurch realistischere und zuverlässigere Ergebnisse erzielt werden.
AutoForms Rohbausimulation unterstützt Anwender bei der Validierung der Maßgenauigkeit anhand klar definierter Engineering-Anforderungen, die durch GD&T spezifiziert werden. Mit AutoForm Assembly R26 werden GD&T-Informationen aus dem CAD zu einem integralen Bestandteil des Simulations-Workflows. Die GD&T-Definitionen werden automatisch interpretiert und sowohl beim Setup als auch bei der Auswertung durchgängig berücksichtigt, sodass die ursprüngliche Konstruktionsabsicht aus dem CAD erhalten bleibt. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zwischen Engineering-Anforderungen, Rohbauprozessvalidierung und Qualitätsbewertung. Dies ermöglicht eine schnellere und konsistentere Validierung und schafft zugleich größeres Vertrauen in Engineering-Entscheidungen.
Darüber hinaus bietet AutoForm Assembly R26 neue Optionen zum Spiegeln und Verschieben von ASM-Dateien, wodurch das Simulations-Setup beschleunigt und die Engineering-Effizienz gesteigert wird. Zudem ermöglicht die Software die effiziente Wiederverwendung und Anpassung bestehender Unterbaugruppen für neue Fahrzeugprojekte. Anwender können eine vorhandene Unterbaugruppe in die neue Fahrzeugumgebung importieren und entsprechend positionieren. Die Software aktualisiert die Definition der Unterbaugruppe automatisch und ermöglicht dadurch eine schnelle und effiziente Anpassung an die Anforderungen des neuen Fahrzeugdesigns.
Dr. Markus Thomma, CMO der AutoForm-Gruppe, erklärt: „Wir freuen uns, AutoForm Assembly R26 mit einer Reihe neuer Möglichkeiten und Erweiterungen vorzustellen, die die Rohbauprozesskette weiter stärken. Mit AutoForm Assembly R26 bringen wir Engineering-Anforderungen, Prozesssimulation und Maßgenauigkeit noch enger zusammen. Unser Ziel ist es, Ingenieuren die notwendigen Einblicke zu bieten, um die Ursachen von Maßabweichungen zu identifizieren, Alternativen fundiert zu bewerten und Herausforderungen im Rohbauprozess zu beheben, bevor daraus kostspielige Probleme in der Produktion entstehen.”
Head of Corporate PR & Communications
AutoForm Development GmbH
Zürich, Schweiz