AutoForm Mitteilung
29. Mai 2006:
"Rettung in der Not" - AutoForm- Software bei der GWB GmbH
Während der Entwicklung eines Werkzeuges, mit dem ein anspruchsvolles
Verstärkungsscharnier für den neuen Sprinter von Mercedes-Benz
hergestellt werden sollte, leistete die Software von AutoForm Engineering
wertvolle Dienste bei der Gütersloher Werkzeugbau GmbH.
Eberhard Budde, Betriebsleiter der Gütersloher Werkzeugbau
GmbH, erklärt: „Wir sollten für die Kurt Erxleben
GmbH ein Werkzeug, das ein anspruchsvolles Verstärkungsscharnier
in maximal drei Ziehstufen herstellt, liefern. Die Kunst dabei
war, dass das Material in den Ecken des Scharniers nur bis zu maximal
20 Prozent dünner werden durfte. Diese Ausdünnungstoleranz
fordert DaimlerChrysler, da an diesem Verstärkungsscharnier
seit letztem Jahr die schweren Hecktüren des neuen Sprinters
hängen – und da darf nichts reißen.“
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Streifenbild des Verstärkungsscharniers und farbliche Darstellung der mittels
Simulation berechneten Ausdünnung
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Die 20 Prozent Ausdünnungstoleranz hätten die Gütersloher
jedoch beinahe zur Verzweiflung getrieben. In den Ecken, in denen
die Kanten zusammenlaufen, wurde das Scharnier regelmäßig
zu dünn. Am Bauteil wurden Radien verändert und Schmiermittel
benutzt, aber der entscheidende Durchbruch konnte nicht erreicht
werden, während der Liefertermin immer näher rückte.
Die „Rettung in der Not“ stellte schließlich
die Optimierung der Stufenabfolge durch Simulationstechnik der
AutoForm Engineering GmbH dar. AutoForm hat dem Werkzeugbauer nach
drei Tagen Simulation eine Lösung geliefert, mit letztendlich
zwei Ziehzügen das Scharnier fix und fertig aus dem Werkzeug
zu bekommen – und zwar innerhalb des Toleranzbereiches. Dabei
wurde der Ansatz verfolgt, „je weniger Umformstufen, desto
besser die Qualität“. Im ersten Zug ist versucht worden,
möglichst tief zu ziehen, machte jedoch eine weiche Vorform.
Im zweiten Zug wurde das Material dann in die Endform gebracht.
Die Vorform wurde dabei so ermittelt, dass im zweiten Zug keine
Falten entstehen und die Ausdünnungstoleranz nicht überschritten
wird.
Das Scharnier hält nunmehr mit sechs bis 16 Prozent zuverlässig
die Toleranzgrenzen ein. Vor dieser Optimierung wurde natürlich
zuerst der Ist-Prozess mit drei Umformstufen simuliert und analysiert.
Für GWB war dabei verblüffend, dass AutoForm mit der
Simulation die gleichen Maße in den Ecken des Scharniers
erzielte, wie die Gütersloher in mehreren Praxisversuchen.
Die Simulationsergebnisse deckten sich mit den praktischen Erfahrungen.
Dies bestätigt die bereits seit Jahren sehr guten Ergebnisse,
die AutoForm sowohl für die Ausdünnung als auch für
die Faltenbildung vorweisen kann.
Zwei Module aus dem Portfolio von AutoForm kamen bei der Simulation
zum Einsatz: In AutoForm-Incremental wurden zunächst die Daten – Werkzeuge,
Platine, alles, um die Prozesse zu definieren – eingelesen.
Die Simulation des Umformprozesses und die Auswertung fanden ebenfalls
in AutoForm-Incremental statt. Mit diesem Modul wurde sozusagen
der Ist-Zustand überprüft. Bei der nächsten Aufgabe,
den ersten Zug abzuändern und die Geometrie zu modellieren,
kam der Geometriegenerator AutoForm-DieDesigner ins Spiel. Dieses
Modul ist die maßgeschneiderte Lösung zur Erzeugung
von Werkzeugwirkflächen für den gesamten Blechumformprozess
und basiert auf umfassendem Wissen über die Blechumformtechnik.
„Unsere Zusammenarbeit mit AutoForm war hervorragend. In
Zukunft werden wir diese Dienstleistung auf jeden Fall wieder in
Anspruch nehmen. Wenn später mehr Aufträge dieser Art
kommen und damit eine größere Auslastung für die
Software gegeben ist, kann ich mir gut vorstellen, dass wir sie
anschaffen werden,“ fasst Eberhard Budde zusammen.
Pressemitteilung [pdf - 80 KB],
Bild
Kontakt:
Dr. Markus Thomma
Director of Marketing
AutoForm Engineering GmbH
Technoparkstrasse 1
CH-8005 Zürich
Schweiz
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